Johannes Bonemilch
Johannes Bonemilch wurde um 1430 in Laasphe geboren und deshalb auch Dr. Johannes von Laasphe genannt. Sein Elternhaus stand vermutlich am Kirchplatz.
Von 1462 bis 1467 studierte er in Erfurt und schloss 1488 mit dem Doktor der Philosophie und Theologie ab. Als Professor war er dreimal Rektor der Universität und Pfarrer an der Universitätskirche, der Michaeliskirche.
1497 wurde er zum Weihbischof und Generalvikar ernannt und war somit in der Vorreformation eine bedeutende Persönlichkeit in Thüringen. In dieser Funktion hat er 1507 den Augustinermönch Martin Luther zum Priester geweiht.
Im Zusammenhang mit seinem Testament vom 2. Juni 1505 steht die Stiftung einer Kapelle, der "Laasphe-Kapelle" in Erfurt. Sie soll „zu Lob und Ehre Gottes, der Jungfrau Maria und allen Heiligen“ errichtet und dort eine „ ewige Vicarie“ eingerichtet werden. Als Vikare sollen nach seinem Wunsch Mitglieder aus seiner Laaspher Verwandtschaft- „freindtschafft“ – ausgewählt werden, junge Männer die „fromm und guten, ehrlichen Wandels“ sind und „fleißig studieren“. Auch der Magistrat der Stadt Laasphe erhielt das Besetzungsrecht (Kollationsrecht) „zu ewigen Zeiten“.
Dr. Johannes von Laasphe starb 1510 und ist im Erfurter Dom beigesetzt. Dort ist er auf seiner Grabplatte im Ornat dargestellt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bonemilch.de.

