Natur erleben

Pilze, Kräuter und Co.

Essbar oder Giftig? - Bestimmungskurse im Pilzkundemuseum

Der Unterschied zwischen dem leckeren Steinpilz und dem bitteren Gallenröhrling wird vielen Pilzsammlern bekannt sein, wer aber kennt die Unterscheidungsmerkmale zwischen dem schmackhaften Stockschwämmchen und dem gefährlichen Gift-Häubling?

Der Speisewert unserer heimischen Pilze ist aber nur ein Teilaspekt der Wochenendseminare, die in den Monaten August bis Oktober im Pilzkundemuseum Bad Laasphe angeboten werden. Unterteilt in Halbtagesexkursionen und Theorieblöcke mit Bestimmungsübungen soll den Teilnehmern ein Einblick in die faszinierende Welt der Pilze gegeben werden. Neben der Artenkenntnis werden auch die Rolle der Pilze in der Natur, ihre Gefährdung und ihre Lebensweise eingehend behandelt.

Die Kurse sind in Anfänger- und Fortgeschrittenenseminare unterteilt und werden von Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie geleitet. Auf Anfrage ist im Museum auch die Abnahme der Prüfung zum Pilzsachverständigen möglich.
Informationen: www.pilzmuseum.de

Kräutergarten - Auf den Spuren von Sebastian Kneipp

Eine wichtige Säule der Kneipp’schen Ganzheitstherapie bildet die Pflanzenheilkunde. Aus diesem Grund wurde bereits 1988 ein Kräutergarten hinter dem Haus des Gastes angelegt. In der Anlage wachsen fast 100 Pflanzen, die als Heilpflanzen, Küchenkräuter oder Wildgemüse verwendet werden können.

Leider sind viele der Kräuter bzw. ihre Eigenschaften mittlerweile unbekannt. Wer weiß heute noch, dass die Schleimstoffe im Blattsaft des Spitzwegerichs den Juckreiz bei Mückenstichen lindern, dass die Blätter des Beinwell ein schmackhaftes Wildgemüse sind oder dass ein Heilöl aus Johanniskraut Gelenkschmerzen lindern kann? Im Sommer ist ein kleiner Rundgang durch den Kräutergarten mit Sicherheit lohnenswert.

Die heilige Ilsequelle - ein ganz besonderer Platz im bezaubernden Ilsetal

Schon im Mittelalter war die Ilsequelle als heilige Quelle bekannt. Zahlreiche Kranke und Pilgerer kamen, in der Hoffnung Heilung zu erfahren. Bauern aus der Umgebung lieferten Früchte und Lebensmittel, um die Pilgerer zu verköstigen. Schon damals wurde hier eine große Einnahmequelle gesehen. Heute würde man sagen, es wurde geplant, die Quelle touristisch zu vermarkten. Dem Besitzer der Quelle wurden Vorschläge unterbreitet, wie man die Quelle bestmöglich herrichten kann. Der Wald sollte gerodet werden, Hütten sollten rund um die Quelle errichtet werden, um Obdach zu gewähren, es sollten Zelte für eine Tagespflege für die vornehmen Leute erbaut werden, in der Nähe sollten Bäder angelegt werden, die Quelle sollte durch Wegweiser auf den Straßen beschildert werden, ein neuer Almosenstock sollte aufgerichtet und von einem Aufseher überwacht werden und Geistliche sollten jeden Sonntag dort predigen.
Tatsächlich wurden dann damals auch zahlreiche Hütten und Zelte gebaut, die den Pilgernden Unterkunft und Verkostung ermöglichten. Auch ein Badeteich – welchen es auch heute noch gibt -  wurde erschaffen. Viele hohe Herrschaften besuchten den Born. 1622 wurde dann ein neuer Almosenstock aufgestellt und auch verwahrt, es bestehen noch Aufzeichnungen der Einnahmen aus diesem Jahr – tatsächlich sind innerhalb von zehn Wochen umgerechnet ca. 1.022€ Almosengelder eingenommen worden – eine beträchtliche Summe für diese Zeit! Die Almosen wurden unter den Armen bei der Quelle sowie an die Kirchen verteilt.
Erst der 30 - jährige Krieg ließ die erste Kur/Tourismus Welle an der Quelle versiegen. Die letzte Wunderheilung einer gichtkranken Frau fand 1862 statt. Sie konnte nach einer Trinkkur wieder ohne Probleme laufen. Alte Geschichten sagen, dass noch Jahre nach dem Pilgeraufkommen die Krücken der Kranken in den Bäumen rund um die Quelle hingen.

Durch diese Überlieferungen lebte der Glaube an die Wunderkraft der Ilsequelle durch die vergangenen Jahrhunderte fort und wahrhaftig scheint das Wasser seine Besonderheit zu haben. Nach Untersuchung fand man heraus, dass es sich physikalisch wesentlich nachweisbar von normalem Trinkwasser unterscheidet. In fließenden Gewässern kann man Aufschluss finden über Lebensqualität, Ausstrahlung und Polarität. Das Geheimnis der Ilsequelle wurde über die elektromagnetische Polarisation Mitte der 80 er Jahre entdeckt. Fließende Gewässer entwickeln ein Spektrum von sechs Reaktionslinien, bei normalem Trinkwasser sind diese links- und rechtsdrehend und somit polarisierend. Bei einigen wenigen Quellen sind diese Reaktionslinien jedoch alle rechtsdrehend. Diese rechtsdrehende Polarisierung wurde bei der Ilsequelle festgestellt – übrigens genauso wie bei Lourdes oder Sulzthal.


Heute ist die Ilsequelle mit ihrem wertvollen Magnetwasser erneut Ziel vieler Besucher, die sich Wasser mit Flaschen und Kanistern holen. Die Quelle ist wieder mit dem alten Stein aus dem 17 Jahrhundert eingefasst, in der Mitte des Steines ist eine viereckige Öffnung – hier war früher unter einem Deckel der Opferstock angebracht.


Mittlerweile stehen Ruhebänke, Waldsofas und Picknicktische in der Region und bieten einen Moment Ruhe und Entspannung an einem ganz besonderen – vielleicht tatsächlich – heiligen Ort.
Die Quelle erreicht man nur zu Fuß über breite Waldwege. Sie ist heute nicht nur gelegen am Weg der Sinne – dem bekannten Rothaarsteig - sondern ist auch ein Teil des Märchenwanderweges „Kleiner Rothaar“, dessen eigene Geschichte der Ilsequelle auch eine besondere Bedeutung zukommen lässt.

Biologische Station Siegen-Wittgenstein

Neben den Aufgabenbereichen Artenschutz, Schutzgebietsbetreuung und Vertragsnaturschutz ist ein wichtiges Betätigungsfeld des gemeinnützigen Vereins die natur- und umweltbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.


Hierzu erscheint alljährlich in Zusammenarbeit mit dem Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e.V. ein Veranstaltungsprogramm, das durchschnittlich 60 verschiedene Wanderungen, Vorträge, Informationsstände und Seminare aus den Bereichen Natur und Kultur enthält. Dabei werden, über das ganze Jahr verteilt, naturkundliche Wanderungen im Kreisgebiet zu Themen wie z.B. Amphibien, Vögel, Schmetterlingen, Heilkräuter, Orchideen, Pilzen angeboten.
Der Sitz der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein ist im

Haus der Landwirtschaft in Kreuztal. Das Veranstaltungsprogramm ist auf der Homepage des Vereins einzusehen.
Informationen: www.biologische-station-siegen-wittgenstein.de

Waldland Hohenroth

Im Jahr 2001 wurde der Verein Waldland Hohenroth gegründet, um einem großen Publikum interessante und vielfältige Veranstaltungen zum Thema Wald bereitzustellen. Der Stammsitz des Vereins ist das Forsthaus Hohenroth nahe der Ederquelle, welches aufwendig renoviert wurde und nun ein Waldinformationszentrum beherbergt. Am Wochenende ist außerdem ein gemütliches Café geöffnet.


Das Veranstaltungsprogramm auf der Homepage des Vereins enthält nicht nur zahlreiche naturkundliche Wanderungen und Vorträge, sondern bietet auch Veranstaltungen zu Themenbereichen wie Musik, Literatur, Gesundheit und Kochen.


Bei einem Besuch des sehenswerten Forsthauses sollten Sie auch genug Zeit für das Rotwildgehege und den Kyrillpfad mitbringen. Letzterer führt durch eine etwa 3 ha große Sturmwurffläche, deren Schäden nach dem verheerenden Orkan Kyrill 2007 nicht aufgearbeitet wurden und die Natur sich selbst überlassen wird.
Informationen: www.waldland-hohenroth.de

Tourist-Information
Öffnungszeiten:

Montag - Freitag:
09:00 - 12:30 Uhr und
13:30 - 17:30 Uhr

Samstag:
10:00 - 12:00 Uhr

Stadtrundgänge

Hier finden Sie alle Informationen und Übersichten über unsere Stadtrundgänge.

Hier können Sie sich einen Imagefilm über Bad Laasphe ansehen. Dieses Video wurde von Schülerinnen der BSB Biedenkopf, im Rahmen eines Schulprojektes gedreht.

Veranstaltungskalender

  • Freitag, 22.06.2018 | 11:00 Uhr

    Brauereiführung

  • Freitag, 22.06.2018 | 13:30 Uhr

    Pilzkundemuseum geöffnet

  • Samstag, 23.06.2018 | 12:00 Uhr

    Pilzkundemuseum geöffnet

  • Samstag, 23.06.2018 | 14:30 Uhr

    Radiomuseum geöffnet

  • Samstag, 23.06.2018 | 19:00 Uhr

    WM 2018 - Public Viewing

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