Von Lachsen, Grafen und Fachwerk-Idylle

Anscheinend lockte die Landschaft um Bad Laasphe schon vor Christi Geburt die ersten Menschen an. Dafür sprechen Reste einer vorgeschichtlichen Wallanlage aus der La Tène-Zeit auf der Alten Burg hinter dem Schloss. Bereits 780 wurde erstmals ein Dörfchen „lassaffa“ erwähnt, dass seinen Standort vermutlich am heutigen Kirchplatz hatte. Der Name bedeutet „Lachsgewässer“ und verweist auf das Vorkommen der Fischart in Lahn und Laasphe.

Etwa 400 Jahre später wurde auf dem „Widukind“-Felsen oberhalb des Ortes eine Burg errichtet. Die Burg „Widenkindigstein“ des Grafen Werner von Battenberg und Wittgenstein wird im Jahre 1187 urkundlich belegt. In den folgenden Jahrhunderten wurden die Burg Wittgenstein und das spätere Schloss immer wieder umgebaut, so dass die heutige Schlossanlage verschiedene Baustile – überwiegend aus der Zeit der Renaissance und des Barocks – aufweist.

Im Jahre 1238 folgte die Abtrennung der Wittgensteiner Linie des Hauses Battenberg und die Burg Wittgenstein und Stadt Laasphe fielen an Siegfried I von Wittgenstein. Aus dem Dorf Laasphe entwickelte sich langsam eine Kleinstadt. Das älteste erhaltene Gebäude ist die sehenswerte Stadtkirche, mit Gebäudeteilen von 1230.

Im 14. Jh. verstarben die Wittgensteiner Grafen im Mannesstamm und aus der Heirat von Adelheid von Wittgenstein mit Salentin von Sayn-Homburg ging die Linie der Grafen Sayn-Wittgenstein hervor. Nach der Erbteilung 1605 fiel der südliche Teil der Grafschaft Ludwig II zu, wodurch die Linie der Grafen Sayn-Wittgenstein-Hohenstein entstand. Im gleichen Jahr schreibt der Chronist Wilhelm Dilich: „An der Löhn ligt aff einem hohen berg und felsen das Schlos Witgenstein, under demselben in thal an dem Wasser ligt das eltiste städtlin der Fraffschaft Lasve genandt“. Noch heute kennzeichnen Straßenzüge und Hausparzellen den mittelalterlichen Grundriss der Altstadt.

Aufgrund der geschlossenen Bebauung mit schön renovierten Fachwerkgebäuden wurde Bad Laasphe in die Liste „Historische Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen“ aufgenommen. Zahlreiche Bronzetafeln der Bürgeraktionsgemeinschaft "Schöne Altstadt" informieren über die Geschichte einzelner Gebäude.
1806 wurden die beiden Grafschaften Wittgensteins in den Reichsfürstenstand erhoben und bilden seit1817 den Kreis Wittgenstein. Aus dem Zusammenschluss mit dem Kreis Siegen entstand 1975 der Kreis Siegen-Wittgenstein. In diesem Zusammenhang wurde Laasphe mit 21 ehemals selbstständigen Gemeinden zu einer neuen Stadt vereinigt.

Die meisten der eingegliederten Ortschaften blicken auf eine ebenso lange Geschichte wie die Kernstadt zurück. In Banfe wurde mit dem Fund eines Steinbeils die Anwesenheit von Menschen im Stadtgebiet schon vor 4000 Jahren belegt.

In den idyllischen Ortskernen der Ortsteile gibt es zahlreiche historische Bauwerke die einen Besuch wert sind. Erwähnenswert sind z.B. die zweitürmige, romanische Kirche in Banfe, die spätromanische, dreischiffige Hallenkirche in Feudingen oder die Wehrkirche in Puderbach, die als die älteste Kirche Wittgensteins gilt.

Weitere Informationen zur Stadtgeschichte, den Ortsteilen, dem Stadtwappen, unseren Partnerstädten u.v.m. erhalten Sie auf der Website der Stadt Bad Laasphe.

Tourist-Information
Öffnungszeiten:

Montag - Freitag:
09:00 - 12:30 Uhr und
13:30 - 17:30 Uhr

Samstag:
10:00 - 12:00 Uhr

Stadtrundgänge

Hier finden Sie alle Informationen und Übersichten über unsere Stadtrundgänge.

Hier können Sie sich einen Imagefilm über Bad Laasphe ansehen. Dieses Video wurde von Schülerinnen der BSB Biedenkopf, im Rahmen eines Schulprojektes gedreht.

Veranstaltungskalender

  • Samstag, 26.05.2018 - Sonntag, 27.05.2018 | 10:00 Uhr

    3. Wanderfest Oberes Lahntal - ''Auf dem Holzweg''

  • Sonntag, 27.05.2018 | Uhr

    3. Wanderfest Oberes Lahntal - ''Auf dem Holzweg''

  • Sonntag, 27.05.2018 | 11:00 Uhr

    Konzert mit "Wildes Holz" - Freiheit für die Blockflöte

  • Sonntag, 27.05.2018 | 14:30 Uhr

    Radiomuseum geöffnet

  • Dienstag, 29.05.2018 | 10:00 Uhr

    IKEK - Stadtteil-Safaris

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